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Na die trauen sich was. Die Schweizer. Wer? Na die, die Hustenbonbons erfunden haben, Löcher in den Käse pulen und den Papst bewachen.

Jetzt wollen sie sich 3 Steuerfahneder greifen die ihre Arbeit machen und den Finazmafiosies im Alpenland ihr Geschäftsmodell versauen.  Sicherlich, der Ankauf von „gestohlener“ (eigentlich wurde nur eine Aktentasche im Fitness-Studio liegen gelassen) Bankdaten ist nicht ganz koscher, wurde aber nach deutschem Recht vom Verfassungsgericht als unbedenklich eingestuft. Und jetzt bekommt der Grützi-Fotzi Größenwahn. Sein Recht sei gebrochen wurden. Bankgeheimnis und Wirtschaftsspionage. Dafür müssen die Fahnder büßen, nicht etwa die Entscheider des Kaufs, nein, die Ausführenden. Es wäre ja auch ein erbärmliches Bild, wenn man Schäuble gefesselt an seinen Rolli über die Grenze schiebt. Womöglich droht ihm nach einem Volksentscheid sogar die Folter. Also die 3 Fahnder. Beamte, die im Auftrag des deutschen Volkes deutsches Geld eintreiben. Also 3 Menschen, die man mit Standing Ovations überall empfangen müsste. Stattdessen klatscht der Michel nur bei denen, die es sinnlos ausgeben, z.B. für das hier:

Schlimm, dass durch solche „Bauten“ genaus das Klientel ihre Steuerflucht und -hinterziehung legitimiert, das auf den CDs zu finden ist. Da die Schweiz aber ausser Uhren, Schokolade und Schwarzkonten nichts anderes vorzuweisen hat, sieht sie sich in ihrem Wirtschaftsstandort gefährdet. Nicht auszudenken, wenn jeder ehrlich wäre. Der Verkauf von schwarzen Lederkoffern würde sofort zusammen brechen. Nun gibt es aber die Möglichkeit, beraten durch windige Schmalzganoven mit Wirtschaftsdiplom, den Abfluss der Gemeinwohlfinanzierung auf gewinnbringende Kanäle leiten. Dabei gehts um Summen, die nur unsere „Leistungsträger“ am Fiskus vorbeizuschleichen in der Lage sind. Der Handwerksmeister mit seinem quittungslosen Einnahmen wird müde belächelt.

Es lauern nach Schätzungen 100.000.000.000 € auf Schweizer Konten, die dem Steuerzahler zustehen. Aber da kommt man nicht ran. Durch Berufung aufs Bankgeheimnis sind Fahnder machtlos. Jetzt aber hat man die Daten. Jetzt weiß man, wer Straftaten begangen hat. Und man weiß, dass der Banker genau im Bilde ist, was für Geld da hingefahren wird. Nach deutschem Recht ist das Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Meistens garniert mit Schampus und Austern nach einer Kontoeröffnung. Bei der Sparkasse gibts höchsten einen Kuli oder einen Zollstock.

Deshalb mein Aufruf, ab heute wird zurückgeschossen. Überschwemmt die Bankster mit Anzeigen. Auch unser Recht gilt es durchzusetzen. Und wenn man die berühmte Henne-Ei-Kausalfrage stellt, dann ist die einfach zu beantworten. Ohne Hinterziehung kauft kein Steuerfahnder CDs aus der Schweiz.

Es sei denn, sie ist aus Schokoladenkäsehustenbonbon.

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Das Vermächtnis eines vorhersehbaren Irrtums

199.000 Euro jährlich. Plus Fahrer, Büro, 2 Mitarbeiter, Sicherheitsleute. Lebenslang. Und als Krönung bekommt er sogar noch den „Grossen Zapfenstreich“. Die Würdigung schlechthin für verdiente Vertreter des Landes. Hoffentlich erscheinen genug Störer und werfen ihm Schuhe in sein spießergrinsendes Gesicht.

Und das für 2 Jahre winke-winke-machen. Natürlich gibts die Leistungen nur, weil er am Ende ein letztes Mal gewunken hat. Und zwar aus politischen Gründen. Ein Weichei aus Hannover lässt sich sein persönliches Leben sponsern, und tritt dann deshalb aus politischen Gründen zurück.  Zumindest sagt dies ein von ihm eingesetzter Referent im Bundespräsidialamt. Wegen einer geschickten Formulierung in seiner Rücktrittsrede verdient er den Ehrensold, der jedem Bundespräsidenten zusteht. Ja, EHRENsold.

Prekär beschäftigten Puzfrauen wird gekündigt, weil sie eine Bulette die eh im Müll landen würde vom Büffet mopsen, und einem Flachmann, der sich mit Gefälligkeiten in ganz anderer Größenordnung durchs Leben wulffte, steht auch noch einen Ehrensold zu. Wer da ruhig bleibt, ist selbst ein Ganove oder heisst Bettina Wulff. Rechtlich scheint da ja dann alles in Ordnung zu sein, aber die Wirkung ist fatal. Ständig mokieren sich Politiker über fehlendes Vertrauen, über schlechte Wahlbeteiligung und Politikverdrossenheit. Dass sie durch diese Vorgänge dazu beitragen, wird ausgeblendet. Es gibt soviele engagierte Leute, die aktiv gestalten, die Ungerechtigkeiten anprangern und ihr Leben den Entscheidungen für viele unterwerfen. Und auch für die ist das ein Schlag ins Gesicht. Politikerschelte trifft nämlich auch die guten Leute im Betrieb. Aber wenn sich alle abwenden, weil eben ein desensibilisierter Pfeiffenkopf auch noch die Großzügigkeit annimmt, die er übrigens vor seiner Amtszeit anprangerte, dann ist politische Arbeit müßig und schwieriger. Dann fällt jeglicher Versuch für Ideen zu werben auf diese „Ausfälle“ zurück, und bedeutet Rückschlag. Wer vermag es da zu erwarten, dass sich genug Menschen finden lassen, um diese Arbeit zu übernehmen. Ein peinlicher Mensch reicht, um tausenden die sich abmühen auf den Kopf zu spucken. Das bedenkt der nette Herr nicht. Nach mir die Sintflut. Ich hab mein Haus in Großburgwedel.

Spar, du fauler Grieche, obwohl du nichts hast!!!1!!elf!!!!

Nun wird der Helene vollkommen ausgpresst. Ist ja auch vollkommen logisch. Er hat ja Jahre über seine Verhältnisse gelebt. Wo kämen wir denn dahin, wenn wir solidarisch mit denen wären, die unsere Exportwirtschaft am Leben erhalten haben. Die hat ja keiner gezwungen, unsere Maschinen zu kaufen. Wir wären die schon woanders losgeworden. Billig waren sie ja inzwischen, hier haben ja alle bei Löhnen geknausert. Deswegen sind wir ja auch das Supi-Dupi-Land in Europa. Macht es uns nach. Und hört ja nicht auf die falschen Einflüsterer, die sagen: „man kann doch nicht sparen, wenn man nichts einnimmt“. Hallo Kostas, dann muss man eben noch mehr sparen, damit man noch weniger einnimmt. Damit man einen Grund hat zu sparen, weil man ja nicht genug einnimmt. Das ist DIE richtige Logik. So sehen wir das hier in Germanien. Wir machen es doch auch so. Wenn wir mal viel Einnahmen haben, dann verpulvern wir das direkt. Dahin, wo es die FDP vorgibt. Denn wer spart denn und bildet Rücklagen, wenn es gut läuft? Nur Ahungslose. Wir sparen nur, wenn Einnahmen wegbrechen. Den Gürtel enger schnallen, nennt man das dann. Könnte dir auch nicht schaden, hab gelesen ihr wärt die mit Abstand dicksten Europäer. Und damit auch die Faulsten. Und jetzt beschwert euch nicht über diese Herablassung, schliesslich geben wir euch Geld. Was, ihr habt nichts davon, dass bekommen nur die Großbanken um die Märkte zu beruhigen? Na und, schliesslich habt ihr sie auch beunruhigt. Wer seine Steuern nicht richtig eintreiben kann hat selbst Schuld. Wir machen das nämlich richtig. Ausserdem besteht unser Volk aus ehrlichen Steuerzahlern. Wir haben sogar Experten, die sich damit auskennen, Steuerberater. Die erklären uns genau, wo wir jetzt bezahlen müssen und warum. Das hat alles seine Ordnung. Und wenn unsere Elite, wie Zumwinkel und Würth, mal etwas, naja, nicht angibt, dann bekommen sie sofort den Knüppel des Gesetzes zu spüren. Ist doch egal ob der aus Wattebäuschchen besteht. Immerhin fuchtelt man damit. Solange bis alles verjährt ist. Wir dürfen doch unsere Elite nicht vertreiben. Unsere Leistungsträger und High-Potentials. Wenn wir die nicht hätten, dann hätten wir ja auch keine Discounter. Ein weltweites Erfolsmodell. Stellt euch mal vor, alle würden gut Geld verdienen und die Wurst beim Metzger kaufen und nicht im Aldi? Das will doch keiner. Schliesslich wären Arbeitsplätze in der Einkaufswagenherstellung gefährdet. Dann würde es hier garantiert auch brennen. Vielleicht solltet ihr anfangen Einkaufswagen zu produzieren? Und jetzt hört auf zu jammern. Immerhin floriert das Modell der Suppenküche. Vielleicht solltet ihr dann bei uns mal schauen. Damit kann man hier auch Geld machen. Auch Armenspeisung muss effizienter und organisierter sein. Wo käme man denn dahin, alles für lau zu machen. Dann entwickelt sich noch sowas altmodisches wie Solidariät. Klingt nach DDR, muffig und Gott sei Dank überwunden. Einzig und allein der Nachbarschaftsneid fördert Wachstum. Wenn jeder mit seinem Auto zufrieden wäre, würden dann bessere Modelle verkauft werden? Ihr seht, wir haben hier den Königsweg entdeckt. Uns gehts ja gut. Zumindest den wichtigen 10 %. Wo kämen wir denn dahin, hier alle am Fortschritt zu beteiligen. Hinterher wollen die auch noch was kaufen, weil sie mehr verdienen. Nada. Dann bräuchten wir das ja nicht mehr an euch vertickern. Das wäre echt doof. Schliesslich verdienen wir an eurer Misere.

(Der letzte Satz ist im politischen und gesellschaftlichen Sprachgebrauch tunlichst zu vermeiden und gilt als ketzerisch. Was seinen Wahrheitsgehalt aber nicht schmälert.)

Und wieder gelingt diesem Blog der Coup, an ein Stück Zeitgeschichte heranzukommen. Plötzlich lag eine Kassette im Briefkasten, auf der folgendes zu hören war:

„Hallo Kai, alte Schmalzlocke. Du hömma, ich bin grad aufm Weg zum Sultan von Afrika oder so, und hab aus der Heimat zu hören bekommen, du willst mich anpissen. Dat is nicht gut. Ich weiß ja nicht warum du mich jetzt nicht mehr magst, aber die Fotos von Bettis ihr sein neues Arschgeweih hätteste nächste Woche bekommen. Aber so vor Weihnachten kommt das nicht so toll. Du weisst doch, die Ommas und die Kinder. Also pass ma auf, du. Mit dem Geld von de Geerkens seine Olle, das war so nicht. Das hat der Maschi eingefädelt, und ich musste das machen, wegen seine Malle-Villa. Sonst darf ich da nich mehr hin. Und ausserdem, kuck mal meine Hütte in Hannover an, denkst du echt die ist 500.000 wert? Nein man, das meiste Geld davon ging für Weiber drauf, im Keller. Da feiern wir immer so Kleine-Jungen-Parties. Mit nackte Tussen und Kinderpunsch. Maschi, ich, der Geerkens und alle meine reichen Freunde. Das is wie früher. Wir kichern immer noch so verschämt, wenn die Titten entblößt werden. Hihi. Also, wenn du auch mal ne Einladung willst, dann lass das mit deine Zeitung mal sein da. Und wenn nicht, dann wird der Bundes-Christian echt böse. Dann zeig ich dir mal wo der Hannover-Hammer hängt. Kannste glauben, dann kauf ich dein Käseblatt nicht mehr. 60 Cent weniger im Monat. Ha. Du Penner. Betti kann dich dann auch nicht mehr leiden. Hier kommt dann keiner mehr lang der Fotos machen darf. Von unsere heile Familie. Höchtens den Effe-Finger zeig ich dir übern Zaun. Und jetzt lass mich in Ruhe und hör auf mich vollzusülzen. Ich bin schliesslich  bei de Scheich von da unten irgendwo.“

Jo mei. Der Lügenbaron taucht doch schneller wieder auf, als mancher vermutet hat. Als schneidiges Opfer aller, präsentiert er sich kurz vor Weihnachten in einem Laberrhababer-Buch mit Giovanni di Ablasshändlerenzo. Alle sind gegen ihn, es war kein Betrug und auch sonst, Scheisse alles. Wahrscheinlicher ist eher, dass die Amis, wo er seinen Stützpunkt hinverlegt hat, nix mit ihm anfangen können. Deshalb lümmelt er sich in kanadischen Null-Veranstaltungen rum, um irgendetwas zu irgendwelchen Themen zu sagen. Vor allem bescheinigt er dort unser aller Deutschlandmutti Ahnungslosigkeit, Konzeptlosigkeit und gewaltiges Irrlichtern. Sorry Guttiboy, das weiß hier jeder, das musste nicht in feinem Englisch da drüben auspalavern. Komm her, stell dich. Stell dich am besten an. Hinter Westerwelle, Pofalla, Herrmann und die anderen Auslaufmodelle. Die Kosten der Verschrottung übernimmt sogar der Steuerzahler, wenn alles in den Äther geht. Die Asche geht mit nach Gorleben, um unter der Erde keinen Schaden mehr zu machen. Da könnt ihr die gelben Fässer vollgrinsen, die strahlen ja sowieso zurück.

Der andere Volldepp Zwanziger, und sein Speichellecker Richter Lorenz, rühren weiter den Scheissetopf, der ihnen hoffentlich bald um die Ohren fliegt. Hier wird ein Verein für das Vergehen seiner Fans bestraft. Analog dazu müsste Herr Zwanziger sofort lebenslang Maulsperre bekommen, wenn es sich herausstellt, dass seine Schiedsrichter Steuern hinterzogen haben. Hier zählt kein Bauernopfer, es muss der stinkende Fisch-Kopf des Vorstands abgetrennt werden, man kann ja noch ne Suppe draus machen. Ein paar Hoeneßwürste rein, die Pheromone des rumstreunenden Loddars und die Tinte aus der Fussballabteilung der BLÖD-Pressefressen. Dieses üble Gebräu kann man dann als Biowaffe nach Nordafrika verkaufen. Hab gehört die Israelis rüsten auf, weil es dort nun demokratisch wurde.

So demokratisch, wie es im Osten der Republik nie sein wird. Hier wimmelt es vor lauter Kampfnazis. Ich habs immer gewusst, die Häuser hier haben ja alle Keller, den im Westen kaum einer hat. Nur um da Bomben zu basteln. Und Hitlerlieder zu siegen. Ja was sollen wir denn sonst singen, von Merkel gibts ja keine? Ich bitte hiermit um die persönliche Aufnahme in die Nazi-Datei vom Friedrich. Ich hab in der Kindergrippe mit den anderen zusammen das Töpfchen gefüllt, bin in der Wendezeit vollkommen orientierungslos gewesen (bis Onkel Fielmann kam), wohne IMMER noch da (das muss ja einen verdächtigen Grund haben) und vor allem kenne ich die Killer (aus der Zeitung). Das muss reichen. Ich erwarte eine schriftliche Bestätigung meiner Gesinungslinie in einem roten Umschlag, damit das nicht auffällt. Schliesslich sind die anderen hier alle Kommunisten. Oder beides. Naja, je nach Bedarf des medialen Zeitgeistes.

Ich könnte jetzt noch ewig weitermachen, aber Mittagspause ist vorbei. Und ich lese gerade, SIDO und Bushido gehen zusammen angeln. Das tropft mir doch glatt eine Träne auf die Taste fürs Bildschirmverdunkeln. Das ist das Zeichen:

Ich geh dann mal vollziehen.

Ach der Herrmann. Wer kennt den lustigen Lockenkopfsheriff aus Bayern nicht, wenn er irgendwie doch noch sowas wie Verfassungsmäßigkeit befürwortet. Joachim Herrmann wäre dann sein grösster Feind. Er möchte so gern sogenannte „Killerspiele“ verbieten, Demonstranten durch rigorose Regelungen regelrecht kriminalisieren, das Internet am liebsten total überwachen und hat trotz seiner Grundgesetzabneigung die Chuzpe, eine demokratische Partei vom Bayrischen Landesamt für Verfassungsschutz zu überwachen. Eine Partei, die seiner Meinung nach den Rechtsstaat ablehnt, ist doch quasi seine Verbündete. In seiner Handlungslogik.

Jugendliche Gewalttäter hätten kein Verfahren mehr verdient sondern gleich Peitschenhiebe, seine Polizei fällt neuerdings durch unverhältnismäßigen Gewalteinsatz bei alltäglichen Routineeinsätzen auf und er selbst stellt sich heute vor die Mikrofone und faselt was vom rechtmäßigen Einsatz des „Bayerntrojaners“, obwohl Experten das bezweifeln bzw. teilweise widerlegt haben. Wer ist so ein Mensch?

Naja, das übliche halt, vermeintlich konservativ, katholisch und CSU-gestählt. Der Prototyp des Unsymphaten. Durch alle Instanzen der Jugendorganisationen sämtlicher C-Parteien-Schnösel-Institutionen geschliffen zum christlichen Hardliner. Aber eins haben diese Typen alle noch gemein, wird aber geflissentliche verschwiegen, sie waren die Opfer schulischer Klotunk-Späße. Und jetzt rächen sie ihre kindlichen Erfahrungen, indem sie den harten Macker simulieren. Dabei sind es ganz arme Würste. Mickrige Lichter am politischen Firmament.

Geblendet durch sowas wie Vernunft, tragen sie lieber eine Sonnenbrille um nicht angesteckt zu werden. Differenzierung ist ein Fremdwort für Hänschen wie Herrmann. Dabei tanzt er im Reigen mit Friedrich (Bundesinnenminister) und Uhl (Innen“experte“ der CDU/CSU-Fraktion) auf dem Grundgesetz Polka. Ihr verfassungswidriges Gerülpse wäre ja nicht so schlimm, wenn diese Mitglieder der Bauernpartei das im Bierzelt absondern würden. Von den Hinterwäldnern aus Süddeutschland geht keine Gefahr aus, Hauptsache in ihrem Stadtbild lässt sich kein Neger blicken. Dann werden immer noch Mistgabeln geschwenkt.

Nun, wie fährt man Leuten wie Herrmann in die Parade? Brauch man nicht, er ist genug gestraft. Mit einem äusserst symphatischen Sohn, der als Rapper „Jackpot“ so Sachen wie Saufen, Beischlaf und Schulschwänzen propagiert. Es gibt doch noch sowas wie Gerechtigkeit, ganz ohne Gesetz.

Ach was waren das für tränengenerierende Bilder von armen Rentnern, die wütend vor den Banken demonstrierten und ihr verlorenes Geld zurückforderten. Das Anlagekapital war weg. Lehman Brothers war pleite. Der amerikanische Staat hat das getan, was konsequente Marktwirschaftler vertreten. Er hat eine Bank dem Schicksal überlassen, dass Institutionen ereilt, die am Markt scheitern. Der Grund ist da erstmal egal. Wer sein Geschäft gegen die Wand fährt, verliert. So geht es jedem Selbstständigen, ob Imbissbudenbesitzer oder Investmentbank. Da spielt die Systemrelevanz, wie immer propagiert wurde, keine Rolle. Die Imbissbude war für 40 Maurer, die jetzt auf andere Fressstände ausweichen müssen in irgendeiner Weise auch „relevant“. Das ist Marktwirtschaft, es gibt Gewinner und Verlierer.

Dieses Modell, was die Wirtschaftswelt seit Jahren prägt, dürfte auch jedem bekannt sein. Wie gesagt, dürfte. Nun haben aber ein paar Kleinanleger in ihrer Gier und Renditesucht die Kröten verloren, die sie ihren Bankberatern in den Rachen geworfen haben. Das die jetzt rumflennen und bis vor den Bundesgerichtshof ziehen ist für mich unbegreiflich. Es sind Zocker, ob die nun alles verloren haben ist scheissegal. Selbst schuld. Da kann man nicht eine höhere Instanz anrufen und sein Geld zurückfordern, weil man ja nicht wusste was man da gemacht hat. Und weil Umstände eingetreten sind, die man nicht erahnt hat. Bullshit. Wenn man riskante Finanzgeschäfte tätigt, dann weiß man um deren Verlustrisiko. Da kann man sich nicht als naive Omi hinstellen und wettern, dass man über den Tisch gezogen wurde. Der Bankberater kann nur das Geld anlegen, was man ihm zur Verfügung stellt. Er klaut nichts. Und mit gesundem Menschenverstand weiß man, dass ein Verkäufer, nix anderes ist der Bankfutzi, eben auf Vorteile bedacht ist und Profit machen möchte. Man hat jederzeit die Möglichkeit, ihm seine windigen Anlageideen um die Ohren zu schmettern oder ihn einen schmierigen Finanzhai zu nennen. Aber nein, Oma Müller lässt sich blenden von den Renditemöglichkeiten.

Dazu muss man sagen, dass es ja nicht die Alten von nebenan waren. Es geht nicht um Abzocke unbedarfter Ahnungsloser. Die gewöhnliche Oma legt ihr weniges Geld immer noch auf dem Sparbuch an. Es sind diejenigen, die schon Kapital besessen haben, die es einfach nur akkumulieren wollten, und wegen eines nicht tragfähigen Geschäftsmodells dies verloren haben.  Es sind, um gehässig zu werden, die dummen Opfer ihrer eigenen Renditesucht. Die Lämmer Ackermanns. Da fehlt mir das Mitleid, dem Gericht auch. Es hat ganz im Sinne der von allen so geliebten Marktwirtschaft gesprochen, die nun plötzlich „böse“ sein soll. Nene, so geht das nicht. Wenn man mit Feuer spielt, dann kann man auch verbrennen.

Und aus Asche kann man nun mal nichts erschaffen. DAS weiß auch jeder.

Ouzo, High-Five.

Jetzt muss ich mich auch mal äussern. Und diesmal sogar ernsthaft.

Der Stammtisch wird wieder modern. Und wegen kollektiver Springer-Hetze, Wirtschaftswissenschaften-Versager und popligen Nutzlosparteien wie FDP und CSU kreist das Gespenst des chauvinistischen Michels über aller Dächern. Jede/r unkundige Franz, Fritz und Lieselotte weiß auf einmal ganz genau, wie das so in der Volkswirtschaft läuft. Und vor allem wissen sie eines ganz genau, sie sind die Dummen. Das möchte ich, was das intellektuelle betrifft, nicht absprechen, aber euro-wirtschaftlich gesehen ist das einfach falsch. Die Dummen, denen man ständig das Geld aus der Tasche zieht bzw. erst gar nicht reinsteckt, sind sie nämlich seit Jahren im eigenen Land. Unter dem nebulösen Begriff „Wettbewerbsfähigkeit“ lassen sie sich seit Jahren alles gefallen und mucken nicht auf. Sinkende Reallöhne, stagnierende Renten, Ausbau Niedriglohnsektor und der Leiharbeit, Rationalisierungen mit Massenentlassungen, Kürzung in allen Bereichen des Sozailstaats und der Gesundheit. Da werden die obersten Repräsentanten dieser Maßnahmen sogar noch gewählt.

Aber jetzt, der Grieche, der faule Helene. Der nur Urlaub macht. Wo eigentlich? Der nur 3 Stunden am Tag arbeitet. Wer bedient denn den Michel in seinem Urlaub und kippt Ouzo nach? Der über seine Verhältnisse lebt. Wo kommen denn die Maschinen, Autos, Waffen her die er so einkauft und damit finaziell versorgt?

Es ist eine Anmaßung sondergleichen, vom deutschen Roß hämisch nach Athen zu pöbeln, wenn UNSERE Volkswirtschaft (insbesondere Unternehmen) eigentlich davon profitieren, wenn die da unten Schulden machen (müssen). Wir können unsere Absätze steigern, weil die Arbeit bei uns billiger geworden ist, damit die Produkte verkauft werden können, die man woanders braucht. Deutschland kitzelt den eigenen inneren Frieden, die Sozialstaatlichkeit, damit die hiesigen Firmen in aller Welt Profit machen können.

Damit man ihre Produkte bezahlen kann braucht man Geld. Mal ne ganz einfache Rechnung.  Der Grieche Kostas braucht ein Auto um 40 km zur Arbeit zu kommen. Er geht zur Bank und nimmt einen Kredit dafür auf. Geht zum Händler und kauft einen deutschen VW Golf. Weil die Bank jetzt etwas weinger Geld hat, das hat ja jetzt der Kostas, holt sie es sich bei der griechischen Nationalbank. Die wiederrum bei der Europäischen Zentralbank. Sprung nach Deutschland. Karl-Heinz ist 25 und hört immer wieder, „du bekommst eh keine Rente mehr“. Dann geht er zum Ingo, seinem Bankberater, und lässt sich zu einer kapitalgedeckten, privaten Rentenversicherung überreden. Er zahlt der Bank vom Ingo im Monat 50€. Damit sich das Geld aber vermehrt, legt die Bank das an. Sie kauft jetzt zum Beispiel griechische Anleihen. Das heisst, die Bank stellt dem griechischen Staat Kapital gegen Zinsen zur Verfügung. Karl-Heinz müsste also daran gelegen sein, dass Griechenland das Geld wieder zurückzahlt. Sonst ist es nämlich weg. Mit dem Geld bezahlt Griechenland zum Beispiel Kostas Gehalt, denn der ist Beamter. Kostas zahlt fleissig seine Raten an seine Hausbank, die kann die Nationalbank bedienen und die wiederum die EZB. So weit so gut.

Jetzt kommt aber Sand ins Getriebe. Zum Beispiel verkaufen Griechenland und Deutschland irgendeine identische Ware. Die deutsche ist billiger, weil hier die Arbeit billiger ist. Die Griechen kaufen also die deutsche Ware und lassen die heimische liegen. Der griechische Produzent geht bankrott und es brechen Steuereinnahmen für den griechischen Staat weg.  Kostas muss entlassen werden (das geht in Griechenland) weil kein Geld mehr für ihn da ist. Er kann seinen Kredit nicht mehr bedienen. Seine Hausbank schreibt den Verlust ab, die Nationalbank ebenso. Kostas ist aber nicht der Einzige, es geht vielen so. Der griechische Staat soll sparen. Das lässt Investoren aufhorchen. Sie sagen sich „mhhh, wenn da kein Geld da ist, können wir unser Zeug nicht verkaufen und vorher Geld leihen, wir gehen woanders hin.“ Das heisst, die Einnahmen des griechischen Staates brechen vollkommen weg. Das Land wird auch für Investoren in Staatsanleihen vollkommen uninteressant, da der Staat die ja nicht bedienen kann, wenn er nichts einnimmt.

Der Staat braucht aber Geld um die öffentliche Ordnung zu gewährleisten. Und deshlab fragt er seine europäischen Verbündeten um Hilfe. Die, die ja davon profitiert haben durch ihre billige Ware, die quasi eine Mitschuld am Zusammenbruch haben, sagen aber: Hmmm, Hmmmm, Hmmmm….Mal sehn“. Die Lage verschlechtert sich. Dann kommt der Vorstoß: “ Ja, ihr bekommt was, wenn ihr weiter schön spart.“ Das geht aber kaum noch, der innere Frieden ist auf dem Siedepunkt, die Leute gehen auf die Strassen und streiken. Ihre Angst sorgt somit dafür, dass noch weniger eingenommen wird, weil ja der Produktionsprozeß still steht. Die Regierung verspricht, trotzdem zu sparen und legt sich mit dem Volk an. Es eskaliert. In Deutschland bekommt man das mit und ist empört, weil die ja nur Krawall machen und nicht arbeiten gehen. Hier ist ja kuschelig im 400€ Fulltime-Job. Man beginnt zu lästern und sich aufzuregen. Hetzkampagnen laufen an. Der Populismus nimmt Fahrt auf. Und Karl-Heinz, glühender BILD-Leser, ist ganz vorn dabei.

Was Karl-Heinz nicht weiß, seine zukünftige private Rente ist in Gefahr. Wenn der griechische Staat nicht läuft, sind die Anleihen seiner Hausbank futsch. So weit denkt Karl-Heinz aber nicht und mit ihm, laut heutiger Presseschau, 82% der anderen Karl-Heinze in Deutschland auch. Die fordern den Rausschmiss (der ist rechtlich nicht möglich) und/oder Insolvenz Griechenlands.

Sie fordern nicht anderes, als dass man ihnen ihr Geld verbrennt. Und nicht das was man ihnen rausgezogen hat, sondern jenes, was sie später mal reinstecken wollten.