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Archive for September 2010

Sollen wir jetzt Angst haben?

Mein Lieblingsspruch ist ja: „breit gebaut, braun gebrannt,100 Kilo Hantelbank.“

Jo krass, man. Ich hoffe, sie wissen vermuten wenigstens, dass sie der Integrationsdebatte nicht sehr förderlich dienen. Aber das Video ist natürlich nur eine Satire, um dem geneigten Xenophoben eine Onaniervorlage zu liefern.

Die echte Intentition dieser Jugenlichen von nebenan, ist nämlich eine andere:

Viel Glück Jungs.

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Heimat.

Mhh, was ist das eigentlich? Geht man vom geographischen Aspekt aus, wie tief wird da eingeschränkt? Alles was hinterm Vorgarten kommt? Die Strasse der Heimatgemeinde bzw. die ganze Honktown himself? Oder das Gebiet, welches durch das Nummernschild des Strassenverkehrsamtes deklariert wird? Nehmen wir also das. Elbe-Elster-Kreis. Eine Einöde in der Öde. Doch trotzdem fühle ich mich hier wohl. Ich habe genug Großstadterfahrung gesammelt, um dies behaupten zu können. Hier kenne ich meine Nachbarschaft, die ähnliche Sozialisation verbindet. Die Menschen sind hier einfach angenehmer. Das Wort „Modebewusstsein“ kann zwar von 3/4 der Einwohnerschaft nicht korrekt buchstabiert werden, geschweige denn interpretiert, aber egal.  Immerhin bieten Volksfeste so ein Sammelbecken voller Kuriositäten. Liebenswerter Art. Keiner schert sich negativ darum, ausser dem verbliebenen Rest der frauenzeitschriftverseuchten Oberflächlickeit. Hier gibt es keine Kämpfe um Sonderangebote im Supermarkt bzw. in anderen Fachmärkten, denn mindestens ein Nachbar kann was erhaschen, und so steht es den Anrainern zur Verfügung. Es sei denn es liegen jahrzehntelange Vergiftungen dazwischen. Aber dies regelt die Mistgabel und nicht der Amtsrichter. Angezeigt werden hier nur Dieseldiebstahl auf Baustellen und abgeknickte Jungbäume. Zumindest liest sich der Polizeibericht in der Ortspostille so. Wenn man im Wald nach Pilzen sucht, kann es passieren, dass man beim pinkeln in den Brombeerstrauch ein Reh aufscheucht, oder den Nachbarn beim Holzhaufendiebstahl erwischt, den der Vater am Vortag zur Abholung präpariert hat, und diese Story zum lachen beim Lagerfeuerbier animiert. Wo die Nachbarin das personifizierte Klatschblatt ist, die am nächsten Morgen genau weiß, warum in der Nacht das Martinshorn zwischen den hochgeklappten Bordsteinen schmetterte.

Nur hier wächst vorm örtlichen Tanztempel Grünzeug aus den Fugen des Eingangsbereiches, nur hier kann es passieren, dass der ansässige Kippenspender wochenlang nicht gefüllt wird und der Nachbar nachts um 1 auf die Idee kommt, Rasen zu mähen (unter Flutlicht) bzw. zur Vermeidung dieser körperlicher Anstrengung ein Schaf auf seine Wiese pflanzt. Hier wurde ich bereits mit 13 jahren Opfer der deutschen Behördlichkeit, als ein aus Wäschenstangen hochgezogenes Fussballtor nicht der DIN-Norm entsprach, und aufgrund von TÜV-Losigkeit im Schrottcontainer landete. Ja, der zivile Ungehorsam übermannte mich schon damals, 2 Tage später stand es wieder an Ort und Stelle. Sollten sie mich doch verknacken, die Amtsschimmel. Naja, man hat mir nur den Ball weggenommen.

Stehen die üblichen Großveranstaltungen an, verabschiedet man all seine Freunde mit einer Träne im Knopfloch wieder in ihre Sekundär-Gefilde. Ich kenne das, ging mir ja auch jahrelang so. Ob Leipzig, Berlin oder Bielefeld, ich hab den Kuh-und Schweinemief vermisst. Aber nun hab ich entschieden, hier zu bleiben, und wenn ich derjenige bin, der das Licht ausmacht. Und ich bin froh, dass ich nicht als einziger so denke in meinem inneren Social-Circle. Ich hoffe nur, diese Entscheidung hat nichts mit dem Erwachsenwerden zu tun, denn dafür bin ich noch nicht reif.

Aber eins weiß ich, ich lasse nichts auf meine Heimat kommen. Zur Not bilde ich den Einmann-Volkssturm. Da darf ich dann auch General sein.

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Interview mit der büT.

Da dieses Blog innerhalb kürzester Zeit sämtliche Besucherrekorde sprengt, und im nu internationale Berühmtheit erlangt hat, trat eine sehr bekannte überregionlae Tageszeit  (büT) an mich herran, um mehr über meine Person zu erfahren. Im Folgenden das Gespräch, welches in der Lobby des Adlon in Berlin stattgefunden hat.

büT: Herr Schmidt, wie gehen sie mit dem plötzlichen Erfolg um?

„Nun ja, ich bin zum Säufer mutiert. Und im Anschluss an dieses Interview werde ich noch die Präsidentensuite zerstören. Dies ist das mindeste, um mein neu gewonnenes Image zu pflegen.“

büT: Erklären sie doch bitte mal kurz, was diese Bilder in ihrem Blog-Header bedeuten.

„Der rote Adler ist das Wappen meiner Heimat Brandenburg. Da ich keinen Nationalstolz besitze, gönne ich mir aber durchaus eine Art Lokalpatriotismus. Ich bin froh, Brandenburger zu sein. Und kein Franzose, z.B..Die zweite Person ist Wilhelm von Humboldt, dessen Bildungsideale ich teile. Er plädierte sinnbildlich quasi dafür, dass man als Student auch mal richtig saufen soll und bis mittags schlafen. Das hab ich sehr ersnt genommen. Danach folgt Georg Schramm. Eine der wenigen Personen, denen ich uneingeschränkt als Claqueur zur Verfügung stehe. Aber dies hat er, auch als eine der wenigen Personen, nicht nötig. Zu Willy Brandt brauch ich nicht viel sagen, seinen Kniefall übe ich unfreiwillig jetzt schon, wenn ich zu lange am Tresen stehe. Die sympathische Männerrunde ist meine Lieblingsmusikkapelle. The Bones. Schweden. Also die Hotten-Totten Europas. Das grüne Symbol stellt meine religiöse Überzeugung dar. Lebenslang Grün-Weiß, bei denen zahle ich sogar „Kirchen“-Steuern. Nur ein Tempelbesuch fehlt mir noch. Und zu guter letzt, mein aktueller Drittwagen. Der Lotus Esprit Turbo ist gerade in der Werkstatt, und mein A 8 wird vom Bundeskanzleramt benötigt. Deshalb fahre ich im Moment Jaguar. Keine Sorge, es geht mir trotzdem gut.“

büT: Was sagen sie denn zu den aktuellen Thesen, des Bundesbankvorknalls Thilo S.?

„Seine These, dass unser Land irgendwann verblödet, teile ich nicht. Ich denke eher, dies ist längst der Fall. Sein Buch ist doch nicht umsonst auf Platz 1 der Bestseller-Listen. Ausserdem, haben sie nachmittags schonmal Fernsehen geschaut? Zoo, Kochen, Sex. Und er behauptet, das wird noch schlimmer? Vielleicht verstehen sie jetzt, warum ich trinke.“

büt: Und was ist ihre Meinung zum Atom-Kompromiss der Bundesregierung?

„Finde ich toll. Ich hab nämlich gehört, dass sämtlicher anfallender Atom-Müll in den Schlafzimmern der Energie-Vorstände und der Bundesregierung endgelagert wird. Das Volk rund um Asse hat dafür nämlich keinen Platz.“

büT: Wie ist denn ihre allgemeine Haltung zur derzeitigen Bundesregierung?

„Ich mache mir ein bißchen Sorgen. Um das politische Kabarett. Selten bot eine Regierung dermaßen wenig Angriffsfläche für diese Kunstform, da sie deren Job quasi selbst übernimmt. Ich finde es toll, wenn Politiker besser als ihre lustigsten Parodien sind. Das schlimme ist, ich finde das nicht komisch.“

büT: Und unser Bundespräsident?

„Toll, oder? Endlich mal jemand, der das Zeug hat, als Starschnitt in der Bunten zu erscheinen. Grenzdebil grinsen, winken bzw. den Grüß-August spielen, niemand vorher hatte dies in seiner Perfektion drauf. Zu sagen hat er eh nichts. Ausser zu Weihnachten. Und da schau ich eh mind. 20-mal „3 Haselnüsse für Aschenbrödel“ an, so dass dies an mir vorbeizieht. Nur wenn die LKW-Maut für die Strasse kommt, fliegt er dann seine Brötchen aus Hannover ein? Wäre endlich mal ein sinnvolle Aufgabe für die Flugbereitschaft der Bundes-Luftwaffe.“

büt: Wen halten sie für die aktuell wichtigsten Zeitgenossen?

„Paul Krugman, Helge Schneider und Lothar Matthäus.“

büt: Lothar Matthäus?

„Ja, er ist wichtig für alle Männer da draussen. Als Negativbeispiel.“

büT: Zum Abschluss bitten wir Sie dann noch, ein paar wegweisende Worte an ihre Fans zu richten.

„Lebe lustig, lebe froh, wie der Mops im Haferstroh.“

büT: Vielen Dank, Herr Schmidt. Schüss.

„Prost.“

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Da liesst man sich durch die Gazetten bzw. ihren Online-Ablegern und wird im Zuge der Causa Sarrazin mit Argumenten bedroht konfrontiert, die dümmlicher nicht sein können. Vor allem das Revolverblatt mit den 4 Buchstaben setzt eine Kampagne in Kraft, die etwas anprangert, was überhaupt nicht sichtbar ist. Das Ende der Meinungsfreiheit. Ich weiß ja nicht, ob Thilo S. bereits im Zensurgefängnis des Grundgesetzes sein Dasein fristet, aber meiner Beobachtung zufolge tingelt er durch sämtliche Sprechblasenshows im öffentlichen Rundfunk. Und ja, er stellt seine Thesen vor, und ja, er darf das, und ja, keiner verbietet ihm das Wort. Oder hat jemand, wie in Nordkorea üblich, schon erlebt, dass auf einmal ein schwarzer Bildschirm bzw. das Testbild auf dem Bildschirm prangt, wenn er sein Buch propagiert? Er darf doch sagen was er will, niemand verbietet es ihm. Hier wird Meinungsfreiheit mit Meinungshoheit verwechselt. Nur weil vllt. der gebildete Teil des Volkes, seinen Versuchen,wissenschaftlich plump-provokativ ein düsteres Zukunftsszenario zu kreieren, nicht folgt, heisst das doch nicht, dass dieser Personenkreis möchte, dass sein Schmöker auf dem Scheiterhaufen landet. Es wird einfach dagegen argumentiert. Dies ist normal, wenn jemand Thesen aufstellt, die diskussionswürdig sind.

Aber meine „Lieblingszeitung“  nimmt natürlich die reflexartigen Ergüsse der Berufsempörer dankbar auf, und konstruiert einen Angriff auf die Meinungsfreiheit von dieser Seite. Sie sagen auch nur ihre Meinung. Mehr nicht. Und die darf ihnen die BLÖD nicht verbieten, auch wenn sie für deren Redakteure kongnitiv nicht verarbeitbar ist.

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Mannwerdung.

Um in unserer Gesellschaft als männliches Wesen wahrgenommen zu werden, gehören von je her 4 Dinge dazu, die als informelle Verpflichtung dafür sorgen.

  • Pflanze einen Baum
  • Zeuge einen Sohn
  • Eröffne eine Kneipe
  • Sorge für den Besitz sämtlicher Alben der Ruhrpottkapelle „Die Lokalmatadore“

Während die ersten 3 Dinge in irgendeiner Form machbar sind, stellt sich für Variable 4 schnell ein virtueller Stacheldraht in den Weg. Ja, ich musste feststellen, diese Musik wird geächtet. Während Schlagerfuzzis und andere Heile-Welt-Barden, ob ihrer unrealistischen  Weltsicht gefeiert werden, fristet Männermusik ein Schattendasein. Nur Warum? Es fehlt die Gefühlsebene.  Nur ist das so? Wer kennt denn die Gefühlswelt eines Mannes denn besser, als ein anderer Mann? Warum wird nicht akzeptiert, dass ein 5 sec Rülps wahre Emotionen hervorrufen kann, die in etwa vergleichbar mit der Hochzeit von Richard Gere und Julia Roberts sind. Warum hat Mario Barth Erfolg, der aus welchem Grund auch immer die Menschheit damit penetriert, dass der Mann ne arme Sau ist, den man einfach so auslachen darf. Es lachen sogar Männer. Schlimm.

Während die Lokalmatadore, die doch DIE Wahrheit, und das ganz schnörkelos, in flotte Musik verpacken, und somit der Damenwelt ein kaum vergleichbares Kontrukt der Innenwelt eines Homo Maskulus geben, ein Schattendasein fristen. Ja, ich breche eine Lanze für diese Kombo, deren Texte sich zwar intellektuell zwischen Didi Hallervorden und Ballermann bewegen, aber mir einen Ruhepol geben und für Muse sorgen. Mir geben sie das Gefühl „ich gehöre dazu“, es ist gut, dass ich ein Darmwind nicht kramphaft zurückhalte (denn sonst entsteht bestimmt ein nicht gesunder Unterdruck im Verdauungskanal), dass ich ohne Scham zum Fussball auch Bier trinke und das Frauengezicke nur Ausdruck unkanalisierter sexueller Energie ist. „Fussball, Ficken, Alkohol“, welcher Songtext bringt denn bitte sonst alle wichtigen Interessen eines Mannes in einem Lied unter? Und bitte welche Musikinterpreten haben jemals romantischer das weibliche Primärgeschlechtsteil besungen:

Naja, nun was soll denn das ganze Geschreibsel jetzt? Es hat einen Grund. Die eben gelobhudelte Band hat ein neues Album auf dem Markt, „Söhne Mühlheims“.Und um diesen Beitrag zu schliessen, zitiere ich einfach mal einen Songtitel dieses Albums:

„Pipi machen, Zähne putzen, ab ins Bett!“


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Warum?

Darum.

Wahrscheinlich hört mir eh keiner zu, aber das sollte mich nicht davon abhalten, meine Gedanken, zu für mich relevanten Themen, abzutickern. Ach ja, etwaige Buchstabenverdreher sind sakrosankte Überbleibsel aus der Zeit, als ich meine Diplomarbeit in 3-wöchiger Schnellschrift verfasst habe.

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