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Archive for Juni 2011

Den Gipfel der politischen Korrektheit lieferte gestern das Moderatorinnen-Team von „heute nacht“ im ZDF. Nach dem grandiosen „Gran Torino“ von und mit Clint Eastwood, meinten die allen ernstes, der Name „Frauen-Fussball-WM“ sei unangebracht, lass es uns Fussball-WM nennen, heisst ja auch nicht „Männer-Fusball-WM“ wenn die Herren kicken. Mal davon abegesehen, dass der Name offizielle Bezeichnung der FIFA ist, die die Rechte hält, ist für mich hier echt Ende.

Es ist nunmal die WM der fussballspielenden Damen. Ich habe jedenfalls noch keinen Mann lokalisieren können, der da auf dem Platz steht. Selbst die Schiedsrichterei wird den Frauen übertragen. Aber scheinbar stösst die Genderisierung hier an die Grenzen. Wo überall, ob bei Amtsbezeichnungen oder sämtlichen Berufen, der Hinweis auf die weibliche Form nicht fehlen darf, soll jetzt hier verzichtet werden? Nö. Da mach ich nicht mit. Frauen-WM. Frauen-WM. Frauen-WM.

Wenn man seit Wochen medial getrimmt wird, das Spektakel gefälligst gut zu finden, setzt bei mir schon instinktiv ein Abwehrreflex ein. Wenn die Männer ihren Pokal ausspielen, ist es gang und gäbe, über die primitiven Bolzer zu lästern, die 22 Mann brauchen um einen Ball zu bearbeiten. Es gehört zum guten Ton, das Ganze asozial zu finden. Nun verhält es sich aber anders. Wer das Gekicke für das hält, was es nämlich ist, also amateurhaftes Getrete, wird an den Pranger gestellt. Jeder Fussball-Ästhet, der fasziniert ist von der Dynamik, Technik und Taktik, die professionellen Fussball ausmacht, kann nur beschämt und süffisant lächelnd den Damen-Kick kommentieren. Die Frauen wissen das ja selbst, aber lassen derlei Meinungen nicht zu. Im kollektiven Chor der Emanzipierten erwarten sie Respekt. Für was? Für das, was sie sonst als Hobby von rotzenden, saufenden und dünngeistigen Proleten bezeichnen?

Ne, ich erwarte Respekt. Respekt dafür, dass ich das Gekicke eben grottig finde. Ich muss nicht jede erfolgreiche Schlacht bejubeln, durch die Frauen in Männerdomänen eindringen. Das hat auch nichts mit Chauvinismus zu tun. Den gibt es nämlich von anderer Seite, wenn Männer mal in weibliche Sphären eindringen. Wer jemals die gefühlte Barriere einer Gleichstellungsbeaftragten gespürt hat, der weiß wovon ich rede. Und da schlägt einem Verachtung entgegen, weil man es wagt, überhaupt als Mann geboren zu sein.

Was ich will, ist nur eins. Das Recht auf Lachen. Über Gestolpere, Gestümpere und Zufallstore. Bei der FRAUEN-Fussball-WM.

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Ball(ack)eierei.

Wer hats gestern gesehen? Nivea-Jogi, Zwanziger und Bierhoff im „Tatort“. Viele Kritiker mäkeln nun an der schlechten schauspielerischen Leistung der 3, aber was denen nicht aufgefallen ist, die sollten sich, nehme ich an, authentisch geben, und haben das auch hervorragend getan. Die sind so. Hölzern  (Bierhoff, wie als technich-minderbegabter Sturmstörfaktor damals), Unpräsentiöser Technokrat (Zwanziger) und weichgespülter Sunny-Nice-Guy (Löw). Den Habitus kann man nicht verstecken. Und so spielten sie ihre Rolle ziemlich realistisch.

Wenn man nun den Schlagabtausch zwischen den obersten Vertetern des deutschen Michels liebster Boy-Band, der liebevoll Nati genannten Nuttela-Jungs, und Michael Ballack beobachtet, fällt es einem schwer, nicht Stellung zu beziehen. Was da abgeht ist 1. nicht würdig und 2. systematisch. Man mag vom sächselnden Lockenkopf nicht immer sportlich überzeugt gewesen sein, auch sein teilweise schnöseliges Auftreten sorgte allenthalben für wenig Sympathie, aber der Umgang mit seinem Ende in der Nati ist unter aller Sau. Man hatte gehofft, nachdem man schon mit anderen mehr als verdienten Kickern, wie Kahn und Frings, menschlich enttäuschend umgegangen ist, dass so ein Kommunikationsdesaster doch Ausnahme bleibt. Aber wie ich bereits sagte, es hat Methode. Aufällig ist nämlich, dass ausgerechnet die Spieler, die mal das „Maul aufgemacht haben“, so ausgebootet werden, als ob jemand eine alte Rechnung begleichen möchte.

Und das liegt nun mal am handelnden Personal, die mit kritischen Spielern ein Problem haben. Anforderungsprofil für den heutigen Elite-Bolzer: Fehlendes Rückrat, Schwiegersohn-Image, südwestdeutsche Abstammung und Bravo-Starschnitt-Potenzial. Von wegen Leistungsgedanke wie allethalben propagiert wird. Im Nu wäre nur noch die Hälfte der derzeit eingesetzten Balltreter im Kader. Diese Heuchelei und Scheinheiligkeit, die Ballack Löw vorwirft, ist doch augenscheinlich und offensichtlich. Hier nomniert der Kaschmir-Cremeling nur nach dem Gusto, eine möglichst ruhige Ja-Sager-Truppe auf den Platz zu schicken. Duckmäuser-Loyalität ersetzt gefühlte  2 Jahre ohne persönlichen Tor-Erfolg als Stürmer. Da bleiben sogar Körperverletzungsdelikte (Ohrfeige Podolski an Ballack) ohne Sühne. Der dümmste Profi seit Torsten Legat darf weiter im Dienste der 3 Sterne versagen.

Exemplarisch ist demnach auch das Verhalten des Oberfunktionärs Zwanziger bei der Wiederwahl des FIFA-Diktators Blatter. Anstatt, wie der englische Verband forderte, weitreichende Überprüfungen vielfältiger Korruptionsvorwürfe anzutreiben bevor man abstimmt, schwieg man in Frankfurt. Stattdessen wurde die Amtsbestätigung des eigentlich unwählbaren Schweizers abgenickt. Da bleibt nur noch der Gedanke, die Deutschen stecken irgendwo mit drin. Der ehrlichste Sport korrumpiert sich selbst. Die Empörung bleibt weitestgehend aus.

Das hätte man sich damals gewünscht, als ein Mario Basler, der mit Kippe und Bier jeden Amateurfussballer am Besten repräsentieren konnte, mit eben jenen „Genussmitteln“ abgelichtet wurde. Passte nicht in die heile Welt des sauberen Sports und wurde zum Skandal aufgeblasen. Von einem Verband, der heuzutage gleichzeitig für „Kein Macht den Drogen“ und „Bitburger“ wirbt.

D(anke) F(ür) B(ullshit).

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Sie nennen sich Charity-Ladies, arbeiten als Fussballfrauen und sind der überflüssigste Bestandteil der Medienberichterstattung. Diese Botox-Fratzen und Schminkzombies, die bei jedem Weltereignis ihre dümmlichen Nicht-Meinungen in die Kameras und Notizblöcke der Gossen-Journaille palabern, deren unwichtiges Beziehungsgetratsche ganze Gazetten und Fernsehformate füllt, ist die wahre Seuche unserer Zeit. Nix EHEC und H1N1.

Sie beschäftigen sich nur mit ihresgleichen, mit der ganzen F-Promischar, sie zeigen ihr unwichtiges Blender-Leben den ganzen Hohlbirnen dieser Welt. Katzenberger, Feldbusch, Ohoven, die Matthäus- und Becker-Ficken, die ganze „Superstar“-Horde, Bohlen, die Dschungelkasper. Ja, ich kenne die alle. Schlimm genug. Man kann nicht flüchten, wenn selbst auf seriösen Nachrichtenportalen der Panorama-Teil am auffälligsten platziert wird. Diese Kackbratzen haben ja nicht mal Unterhaltungswert, denn die sind so dumm, dass sie ihre Dummheit angeblich nur spielen. Sowas geht aber nicht. Wer doof ist, kann eben nur doof. Es gibt kein tragfähiges Geschäftsmodell, was einen als „Dummschaupieler“ glaubhaft inszenieren kann. Vor allem, wie doof muss man sein, wenn man ja angeblich nicht doof ist, sondern nur so tut, ja wenn man dann nicht einfach mal so schlau ist, wie man ja wirklich ist? Es ist ein Exuse auf höchsten Niveau der Blödheit, wenn man seine eigene Beschränktheit vorführt, um dann zu sagen, in Wirklichkeit ist man ganz anders. Das schlimme ist, der ganze RTL-Pöbel glaubt diesen Scheiss. Die denken ernsthaft, wenn jemand seine Titten im Fernsehen wiegt, wenn jemand die Grammatik verhunzt und die Blondheit in allen Klischees bedient, dann ist das nicht der wahre Charakter dieser Clowns.

Diese Schicht der personifizierten Trivialität gibt gönnerhaft Society-Dinner, auf denen Geld für gute Zwecke gesammelt wird. Dabei saufen sie Champagner und schlürfen schleimige Muscheln, verschmieren vor lauter Bussi-Bussi-Gespiele ihre Falten-Pomade und lästern über die ganze Parade der intellektuellen Schlichtheit, zu der sie gehören. Am Ende kommen so vllt. 20.00 € in den Topf, während das Bankett das 4-fache gekostet hat. Warum fressen die keine Mett-Brötchen und Käsestullen? Warum ist die geballte Dekadenz nötig, um mal eben ein bisschen Geld aus der Kaffee-Kasse öffentlichkeitswirksam auf die Steuererklärung zu klatschen. Aber in ihrem Kosmos des banalen Schwachsinns, löffeln sie lieber ihren nichtschmeckenden Luxus-Fraß von einer Gabel, die wahrscheinlich mit ihrem Wert einen Kindergarten neu ausstatten könnte. Dieser Widerspruch wäre aber für dieses Blödvolk zu hoch, um ihn zu erkennen. Die Unfähigkeit zur Reflektion zeigt sich ja dadurch, dass sie ohne Scham diese Treffen der Ungeister in Printmedien und TV präsentieren lassen. Und als Krönung nennen sie sich „höhere“ Gesellschaft.

Ja, höher kann man Scheisse nicht stapeln.

 

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Rotierende Ärzte. Schwafelnde Amtsschimmel. Behördendurcheinander. Medienhysterie. Überforderte Öffentlichkeit. Vernichtung von Lebensmittel.

Kurz: Panik.

Wie das regelmäßige Weihnachten, verhält es sich alle Jahre wieder, dass ein Lebensmittelskandal die Bevölkerung verunsichert. Nachdem man alle essbaren Nutztiere abgearbeitet und ihnen eine eigene Seuche „geschenkt“ hat, ist nun der Vegetarier das Ziel eines terroristischen Anschlags der Natur. Gurken, Tomaten, Salat und Sprossen: FINGER WEG!!!

Natürlich Finger weg, denn ausgelegtes Gemüse wird jeden Tag von vielen Händen begrabscht. Von Männern, die sich nach dem Pinkeln die Hände nicht waschen, von Frauen, die Windeln wechseln, ja von allen, die sich den Arsch abwischen und sonst mit allen möglichen Koli- und Fäkalbakterien verseucht sind. Ja, die Hände sind schmutziger als das Kackhaus, auf dem man in der BILD liest, das Killer-Kacke am Grünzeug ist. Das wäre ja alles kein Problem. War es auch nie. Aber nun bekommen wir die Quittung für unseren überzivilisatorischen Reinheitswahn. Eine irische Forschungsarbeit hat unlängst festgestellt, dass Resistenzen gewisser Bakterien durch Reinigungsmittel erhöht werden bzw. die Resistenz gegenüber Antibiotika dadurch beschleunigt wird.

Warum um Gottes Namen verlässt sich der Mensch nichtmal auf die Natur? Auf seine Natur. Auf sein eigenes Immunsystem. Der Kontakt mit Schmutz in jungen Jahren konditioniert doch die Abwehrmechanismen im Körper. Verunreinigungen die der Körper kennt, behandelt er selbst. Aber unser Sterilitätswahn lässt solche Keime doch gar nicht mehr in Kontakt mit unserer inneren „Maschine“ kommen. Sie werden weggesprüht, weggekocht, weggeseift, wegchemiet. Und das soll gesund sein? Warum leiden denn immer mehr Kinder bereits in jungen Jahren an Allergien? Weil sie in nur in ihrer Sagrotan-Hülle auf die Rutsche dürfen.

Als ich klein war, waren die Hühner meines Opas meine besten Freunde. Vor allem deren Scheisse. Geschmeckt hats nicht, aber man muss ja mal kosten. Nach heutigen Maßstäben wäre ich ein absolutes Drecksschwein und müsste ins Quarantäne-Zuchthaus, um mal zu lernen wie man Plastik-Handschuhe aufsetzt, bevor man einen Hund streichelt. Aber ich bin nie krank, hab keine Allergie und deshalb keine Angst vor Seuchen, die eben vor allem die Reinlichkeitsfraktion dahinrafft.

Und um den ganzen Panikfuzzis den Wind aus den Segeln zu nehmen, das schmutzigste, das wir jeden Tag mehrfach in die Hand nehmen, ohne es vorher einer Dekontaminierungsdusche zu unterziehen, ist Geld. An ihm klebt Scheisse, Blut, Schweiss und Dreck aller Art. Manche beissen sogar drauf, um es auf Echtheit zu prüfen.

Sollen wir jetzt also vor der Benutzung von Geld warnen? Warum macht das wohl keiner?

Deshalb, drauf geschissen. Und zwar „gründlich“.

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Es ist vorbei. Kameras werden eingepackt, Stifte in den Hemdschlitz gesteckt und Rentner stossen mit Sekt im Gericht an. Nein, sie haben keinen Sieg über den Tod erreicht. Sterben muss man trotzdem, auch wenn man was dagegen hat. Gerichte werden hier also weiter versagen, wenn man den Tod wegen heimtückischen Mordes anklagt.

Aber der Wetterfrosch ist ein freier Mann. Und sein berufslegitimierendes Objekt, der heilige Petrus, hat das auch gestern nachmittag und heute früh gleich mal begossen. Denn niemand hat je leidenschaftlicher dessen feuchte Vorhaben dem Volke näher gebracht.

Für die unbequeme Bekanntschaft mit der Staatsanwaltschaft Mannheim, die z.B. einen Harry Wörz zum seelischen Krüppel gemacht hat, sorgte sein lotterhafter Lebensstil. Auf Gut Deutsch, er kachelte sich durch sämtliche Betten dummdreister Attention-Seekerinnen. Viele glauben ja immer noch, dass er wegen schwerer Vergewaltigung angeklagt war, aber das war schon vor Verfahrenseröffnung so gut wie widerlegt. Es kam trotzdem zum Prozess. Aber nicht wegen einer Straftat, sondern aufgrund moralischer Verfehlungen. Verfehlungen die ihn in den Augen vieler Menschen zum abscheulichen Frauenausnutzer machten. Ein fickfreudiger Star, ha, dachte sich der Staatsanwalt mit der Bon-Jovi-Gedächtnisfrisur (da steht heut keine Frau mehr drauf, Lars-Thorben), den kauf ich mir, und damit die Herzen aller „verletzten“ Frauen. Das Schwein soll bluten, für alle gebrochenen Herzen der BUNTE-Leserschaft. Und er nahm in Kauf, eines der höchsten Güter eines Rechtsstaates, den ordentlichen bzw. neutralen Verfahrensweg, auszunutzen. Aufgabe der Staatsanwaltschaft ist die Ermittlung in beide Richtungen, also zu Gunsten bzw. Ungunsten eines Verdächtigen, aber Oltrogge bog von Anfang an in Richtung BILD-Klärwerk und Alice-Schwarzer-Anstalt ab. Man muss keine Symphatien mit Kachelmann hegen, um gemerkt zu haben, dass hier etwas falsch läuft. Gepaart mit Sudelgeschichten, Peitsche und Handschellen dürfen nie fehlen um die Klatschfressen dieser Welt zu schockieren, und flankiert von der vor Ekelhaftigkeit triefenden Burda-Sippe und dem gedruckten Schwachsinn der Springer-Bande. Dass die Mauer in der Sackgasse der Beweisführung immer näher kommt, aber der Glaube an den aufgeschnallten Rammbock stärker war, bemerkten selbst die sonst so differenzierten Gerichtsreporterinnen Friedrichsen und Rückert, und positionierten sich doch recht früh und sehr  eindeutig.

Eine Tatwaffe, die keine Rolle spielte bzw. nicht benutzt wurde. Aufwendige Dokumentationen auf dem Computer der Nebenklägerin, wie man typische Verletzungen einer Vergewaltigung selbst herbeiführt. Widersprüchliche Angaben über den Tathergang und den zeitlichen Ablauf. Aber vor allem, ein zutiefst gebrochenes Herz. Viele mögen es nicht glauben, aber bei solchen Demütigungen entwickeln Menschen eine dermaßen grosse Rationalität, um den Schmerz zu rächen. Und da liegt es Nahe, eines der erfolgreichsten Szenarien zu entwerfen, die jeden Mann um seine Reputation bringen. Den Vorwurf einer Vergewaltigung. Schon bei Andreas Türck klappte das ganz hervorragend. Dieser Mann  ist weg vom Fenster. Trotz erwiesener Unschuld.

Sowas wird von den Betroffenheitsschwaflern natürlich nicht erwähnt. Der Mann gilt als Täter. Immernoch. Statistiken über häusliche Gewalt sprechen übrigens das Gegenteil. Die Sorge, dass nun weniger Opfer Anzeige erstatten ist im Übrigen berechtigt. Aber nicht weil Kachelmann ungeschoren davon kommt, zurecht, sondern weil die Nebenklägerin all jenen echten Opfern einen Bärendienst erwiesen hat. Die Glaubwürdigkeit echter Opfer steht auf dem Spiel.

Und alles wegen der Naivität einer Frau, die glaubte, einen Promiskutiven für sich zu haben.

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