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Archive for Oktober 2011

Ach der Herrmann. Wer kennt den lustigen Lockenkopfsheriff aus Bayern nicht, wenn er irgendwie doch noch sowas wie Verfassungsmäßigkeit befürwortet. Joachim Herrmann wäre dann sein grösster Feind. Er möchte so gern sogenannte „Killerspiele“ verbieten, Demonstranten durch rigorose Regelungen regelrecht kriminalisieren, das Internet am liebsten total überwachen und hat trotz seiner Grundgesetzabneigung die Chuzpe, eine demokratische Partei vom Bayrischen Landesamt für Verfassungsschutz zu überwachen. Eine Partei, die seiner Meinung nach den Rechtsstaat ablehnt, ist doch quasi seine Verbündete. In seiner Handlungslogik.

Jugendliche Gewalttäter hätten kein Verfahren mehr verdient sondern gleich Peitschenhiebe, seine Polizei fällt neuerdings durch unverhältnismäßigen Gewalteinsatz bei alltäglichen Routineeinsätzen auf und er selbst stellt sich heute vor die Mikrofone und faselt was vom rechtmäßigen Einsatz des „Bayerntrojaners“, obwohl Experten das bezweifeln bzw. teilweise widerlegt haben. Wer ist so ein Mensch?

Naja, das übliche halt, vermeintlich konservativ, katholisch und CSU-gestählt. Der Prototyp des Unsymphaten. Durch alle Instanzen der Jugendorganisationen sämtlicher C-Parteien-Schnösel-Institutionen geschliffen zum christlichen Hardliner. Aber eins haben diese Typen alle noch gemein, wird aber geflissentliche verschwiegen, sie waren die Opfer schulischer Klotunk-Späße. Und jetzt rächen sie ihre kindlichen Erfahrungen, indem sie den harten Macker simulieren. Dabei sind es ganz arme Würste. Mickrige Lichter am politischen Firmament.

Geblendet durch sowas wie Vernunft, tragen sie lieber eine Sonnenbrille um nicht angesteckt zu werden. Differenzierung ist ein Fremdwort für Hänschen wie Herrmann. Dabei tanzt er im Reigen mit Friedrich (Bundesinnenminister) und Uhl (Innen“experte“ der CDU/CSU-Fraktion) auf dem Grundgesetz Polka. Ihr verfassungswidriges Gerülpse wäre ja nicht so schlimm, wenn diese Mitglieder der Bauernpartei das im Bierzelt absondern würden. Von den Hinterwäldnern aus Süddeutschland geht keine Gefahr aus, Hauptsache in ihrem Stadtbild lässt sich kein Neger blicken. Dann werden immer noch Mistgabeln geschwenkt.

Nun, wie fährt man Leuten wie Herrmann in die Parade? Brauch man nicht, er ist genug gestraft. Mit einem äusserst symphatischen Sohn, der als Rapper „Jackpot“ so Sachen wie Saufen, Beischlaf und Schulschwänzen propagiert. Es gibt doch noch sowas wie Gerechtigkeit, ganz ohne Gesetz.

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