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Archive for the ‘Musik’ Category

Wunderbar.

Für mehr grüne Bügelbretter auf dieser Welt.

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Mannwerdung.

Um in unserer Gesellschaft als männliches Wesen wahrgenommen zu werden, gehören von je her 4 Dinge dazu, die als informelle Verpflichtung dafür sorgen.

  • Pflanze einen Baum
  • Zeuge einen Sohn
  • Eröffne eine Kneipe
  • Sorge für den Besitz sämtlicher Alben der Ruhrpottkapelle „Die Lokalmatadore“

Während die ersten 3 Dinge in irgendeiner Form machbar sind, stellt sich für Variable 4 schnell ein virtueller Stacheldraht in den Weg. Ja, ich musste feststellen, diese Musik wird geächtet. Während Schlagerfuzzis und andere Heile-Welt-Barden, ob ihrer unrealistischen  Weltsicht gefeiert werden, fristet Männermusik ein Schattendasein. Nur Warum? Es fehlt die Gefühlsebene.  Nur ist das so? Wer kennt denn die Gefühlswelt eines Mannes denn besser, als ein anderer Mann? Warum wird nicht akzeptiert, dass ein 5 sec Rülps wahre Emotionen hervorrufen kann, die in etwa vergleichbar mit der Hochzeit von Richard Gere und Julia Roberts sind. Warum hat Mario Barth Erfolg, der aus welchem Grund auch immer die Menschheit damit penetriert, dass der Mann ne arme Sau ist, den man einfach so auslachen darf. Es lachen sogar Männer. Schlimm.

Während die Lokalmatadore, die doch DIE Wahrheit, und das ganz schnörkelos, in flotte Musik verpacken, und somit der Damenwelt ein kaum vergleichbares Kontrukt der Innenwelt eines Homo Maskulus geben, ein Schattendasein fristen. Ja, ich breche eine Lanze für diese Kombo, deren Texte sich zwar intellektuell zwischen Didi Hallervorden und Ballermann bewegen, aber mir einen Ruhepol geben und für Muse sorgen. Mir geben sie das Gefühl „ich gehöre dazu“, es ist gut, dass ich ein Darmwind nicht kramphaft zurückhalte (denn sonst entsteht bestimmt ein nicht gesunder Unterdruck im Verdauungskanal), dass ich ohne Scham zum Fussball auch Bier trinke und das Frauengezicke nur Ausdruck unkanalisierter sexueller Energie ist. „Fussball, Ficken, Alkohol“, welcher Songtext bringt denn bitte sonst alle wichtigen Interessen eines Mannes in einem Lied unter? Und bitte welche Musikinterpreten haben jemals romantischer das weibliche Primärgeschlechtsteil besungen:

Naja, nun was soll denn das ganze Geschreibsel jetzt? Es hat einen Grund. Die eben gelobhudelte Band hat ein neues Album auf dem Markt, „Söhne Mühlheims“.Und um diesen Beitrag zu schliessen, zitiere ich einfach mal einen Songtitel dieses Albums:

„Pipi machen, Zähne putzen, ab ins Bett!“


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